Brünnen-Nord, Baufelder 16-18, Bern

2006

Brünnen-Nord, Baufelder 16-18, Bern

Das städtebauliche Konzept beruht auf einer Überbauung mit langen, schmalen Baukörpern. Sie definieren den klaren Bebauungsrand zur geplanten Quartierbebauung.
Neubau
Süd5 Architekten
Riedbachstrasse 81-95 Brünnen Bern
2006
Gesamtkonzept
Das städtebauliche Konzept beruht auf einer Überbauung mit langen, schmalen Baukörpern. Sie definieren den klaren Bebauungsrand zur geplanten Quartierbebauung und zur Bahnlinie. Der im Baufeld 16 bewusst erhöhte Kopfbau bildet den markanten Abschluss zum Platz Gilbert de Courgenay und nimmt den Dialog zur gegenüberliegenden Grossüberbauung auf. Die Erschliessungen erfolgen über eine durch Gebäudevolumen auskragende, geschützte Vorzone, die mit der Quartiererschliessung verbunden ist. Die Einstellhallenzufahrt ist auf Höhe des Strassenniveaus ohne Rampe eingeplant. Die Einstellhalle erhält von oben via Oblichter eine natürliche Belichtung. Über dem Sockelbau, zwischen Kopfgebäude und Bahnstation, entsteht ein erhöhter, gut besonnter Quartierplatz mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Ein geplantes Restaurant auf Platzniveau profitiert vom gestalteten Aussenraum und von einer interessanten Aussicht auf den Platz Gilberte de Courgenay.
Architektur
Die modular aufgebaute Baustruktur mit zwei Erschliessungskernen pro Gebäude und einem räumlich offenen Statikkonzept erlaubt eine grosse Nutzungsflexibilität und Variabilität für die verschiedenen Gebäudenutzungen. Es entstehen interessante Kombinationsmöglichkeiten für Wohnen, Arbeiten, Ateliers und Praxen. Durchgehende Höfe und Balkone (Loggien) quer zum Gebäudevolumen ergeben interessante, spannende Räume für Nutzung und Belichtung. Sie bieten eine Privatsphäre mit lärmgeschütztem Aufenthalt und interessanten Sichtbezügen zu den Aussenräumen. Die angrenzenden Wohnräume zu den Höfen (Loggien) werden durch Verglasungen optisch erweitert. Die Öffnungen geben den Fassaden ein spezielles Gepräge und eine eigene Identität.
Baukonstruktion
Der konstruktive Gebäudeaufbau für Decken, Erschliessungskerne und Stützen sind in Massivbauweise vorgesehen. Vorgefertigte Bauelemente für Fassaden und Zwischenwände in Trockenbauweise erlauben ein flexibles Reagieren auf die verschiedenen Nutzungsbedürfnisse. Die Fassadenoberflächen der Hauptfassaden werden mit glatten, unterhaltsfreundlichen Fassadenplatten und die Seitenfassaden, sowie der Vorbau zur Bahnlinie mit einer profilierten, schallschluckenden Struktur verkleidet. Dieses Prinzip lässt grossen Spielraum für eine spannungsvolle Fassadengestaltung offen. Die Minergietauglichkeit der Gebäude wird durch eine kompakte Bauweise und durch grössere Fassadenöffnungen zur besonnten Seite mit Passivenergiegewinnung unterstützt.

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